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Privathaftpflichtversicherung – Vergleich

Vergleichen Sie die verschiedenen Angebote zur privaten Haftpflichtversicherung:

  • konkret für die gewünschten Deckungssummen
  • mit Vorgabe erforderlicher Leistungserweiterungen
  • aus einer großen Auswahl von Tarifen verschiedener Gesellschaften
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Privathaftpflichtversicherung – Sinn und Zweck

Manchmal passiert es ganz schnell – Ihr Kind verfehlt mit dem Katapult das Ziel und trifft die Scheibe des Nachbarn. Oder Sie übersehen beim Überqueren der Straße einen Radfahrer. Er stürzt durch den Zusammenstoß und verletzt sich dabei schwer. Dann haften Sie mit Ihrem gesamten Einkommen und Vermögen – unbegrenzt und lebenslang. Wer einen Schaden verursacht und dafür verantwortlich gemacht werden kann, muss bezahlen.

Deshalb gehört eine Privathaftpflichtversicherung in jeden Haushalt, auch wenn sie offiziell keine Pflichtversicherung ist. Die Privathaftpflichtversicherung schützt Sie und die mitversicherten Familienangehörigen bei Missgeschicken im privaten Alltag, falls ein Geschädigter Ihnen gegenüber Schadensersatzforderungen stellt. Dabei hat sie zwei Funktionen. Sie übernimmt die Zahlung berechtigter Ansprüche bis zur vereinbarten Deckungssumme und wehrt unberechtigte Ansprüche ab – wenn nötig, auch gerichtlich.

Kind mit Katapult
Privathaftpflichtversicherung leistet bei berechtigten Ansprüchen und wehrt unberechtigte ab.

Deckungssummen

Die Privathaftpflichtversicherung leistet bei Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Die Deckungssummen hierfür sollten reichlich bemessen sein. Denn gerade wenn Menschen verletzt werden, kann es richtig teuer werden.

Vermögensschäden können dadurch entstehen, dass einer Person oder einem Unternehmen Verluste entstehen oder Gewinne entgehen. Die Versicherungsbranche unterscheidet zwischen echten und unechten Vermögensschäden. Echte Vermögensschaden können beispielsweise dadurch entstehen, dass ein Kind einen unnötigen Feuerwehreinsatz auslöst oder im Gleisbereich spielende Kinder den Lokführer zu einer Notbremsung zwingen und somit dadurch massive Zugverspätungen verursachen. Ein unechter Vermögensschaden wäre dagegen ein finanzieller Verlust als Folge aus einem Personenschaden, zum Beispiel wenn der Geschädigte seinen Beruf nicht mehr ausüben kann.

Achten Sie beim Vergleich auf ausreichende Deckungssummen. Diese sollten für Personen-, Sach- und Vermögensschäden mindestens 20 Millionen € betragen.

Grenzen der Privathaftpflichtversicherung

Nicht alle Risiken des privaten Lebens sind in der Privathaftpflichtversicherung standardmäßig versichert. Beispielsweise bei vorsätzlich verursachten Schäden tritt keine Haftpflichtversicherung ein.

Auch Risiken wie zum Beispiel

  • das Halten von Hunden, Pferden oder anderer nicht-typischer Haus- bzw. Großtiere (siehe Haftpflichtversicherung für Tierhalter),
  • das Halten von Kraft-, Luft- und Wasserfahrzeugen,
  • der Besitz eines bebauten oder unbebautes Grundstücks,
  • das Vermieten von Häusern (siehe Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung), Wohnungen (auch Einlieger- und Eigentumswohnungen) oder Garagen,
  • der Besitz eines oberirdischen oder unterirdischen Heizöltanks,
  • der Besitz einer Fotovoltaikanlage,
  • die Tätigkeiten als Tagesmutter bzw. -vater,
  • der Verlust beruflicher oder dienstlicher Schlüssel bzw. Codekarten,
  • Schäden durch Gefälligkeitsleistungen
  • und viele andere (diese Aufzählung ist keinesfalls vollständig)

sind häufig in der Privathaftpflichtversicherung nicht mitversichert. Die Mitversicherung solcher Risiken muss ausdrücklich vereinbart werden oder durch eine spezielle Haftpflichtversicherung erfolgen.

Deshalb ist es beim Vergleich wichtig, nicht nur den Beitrag – sondern auch die Leistungserweiterungen zu achten.

Auch unverheiratete Lebenspartner können gemeinsam eine Haftpflichtversicherung abschließen. Dies ist preiswerter, als zwei Single-Tarife.

Forderungsausfalldeckung – eine sinnvolle Erweiterung

Die Forderungsausfalldeckung bietet Versicherungsschutz für den Fall, dass Sie (oder ein mitversicherter Angehöriger) durch eine andere Person geschädigt wurden und trotz gerichtlichen Urteils keinen Schadenersatz erlangen können, weil der Schädiger keine Haftpflichtversicherung hat und unvermögend ist. In diesem Fall erstattet Ihnen die eigene Versicherung Ihre gerichtlich anerkannten Schadenersatzforderungen. Die meisten Versicherer legen für die Erstattung eine Mindestschadenshöhe fest. Vergleichen Sie hierzu auch die Versicherungsbedingungen.

Leistungen aus der Forderungsausfalldeckung setzen ein rechtskräftiges Urteil voraus. Achten Sie deshalb auf einen Schadenersatzrechtsschutz als Ergänzung zur Ausfalldeckung.

Ist Ihre Versicherung noch zeitgemäß

Vergleichen Sie mal Ihren Computer aus dem Jahr 2000 mit dem heutigen. Da gibt es bestimmt beträchtliche Unterschiede bezüglich der Leistungsfähigkeit. So ähnlich ist das auch bei der Privathaftpflichtversicherung. Bei sehr alten Verträgen ist die Deckungssumme meist viel zu niedrig. Auch Leistungen wie

  • Gefälligkeitsschäden,
  • Schäden durch deliktunfähige Kinder,
  • Schäden an beweglichen, geliehen oder gemieteten Sachen oder
  • Schlüsselschäden,

konnten damals nicht oder nur in geringen Summen mitversichert werden.

Deshalb sollte Sie nach persönlichen Veränderungen oder zumindest nach ein paar Jahren immer mal prüfen, ob die alte Privathaftpflichtversicherung wirklich noch zu Ihnen passt. Ein Vergleich kann sich lohnen.

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